PAROOKAVILLE 2018 – das wohl tanzbarste Wochenende.

09.09.2018

Parookaville! Was ein absoluter Ausnahmezustand. Seit 2015 wird das Festival am Flughafen Weeze veranstaltet, seit 2016 sind wir mit am Start!

Nachdem wir 2016 nur den Freitag bei Parookaville verbracht haben, haben wir letztes und dieses Jahr das gesamte Wochenende gezeltet. Und es war mal wieder der absolute Wahnsinn! Parookaville zählt seither mit zu den Highlights des Jahres. In diesem Blogbeitrag werde ich euch über das diesjährige Festival erzählen. Schon bald wird es einen weiteren Beitrag geben, der dieses und letztes Jahr miteinander vergleichen wird. Denn ihr wisst: es gibt immer etwas zu verbessern.
Aber jetzt erstmal alles zu dem wohl tanzbarsten Wochenende in diesem Jahr!

Jedes Jahr im November startet der Vorverkauf der Karten für Parookaville. Da es ähnlich schnell wie bei allen anderen begehrten Events verläuft, saß unsere Truppe vom letzten Jahr brav vor ihren Computern kurz bevor die Uhr 10 schlug. Schon um kurz nach 10 waren wir die offiziellen Besitzer von 14 Karten auf der Campsite A für Parookaville 2018!

Schmerzende 320€ für Camping von Donnerstag bis Montag, inklusive Eintritt zum Festivalgelände (Do-So), Müllpfand, Gebühren und Parktickets wurden pro Person fällig.

Schon Monate vorher ging die Planung los: wer besorgt was, wie viele Zelte, Autos, Pavillons benötigen wir? Was muss von zuhause mitgenommen werden und was kann direkt bei Penny auf der Campsite besorgt werden?

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Die Anreise

Die Pläne standen schnell, alle waren vorbereitet. Somit trafen wir uns am 19.07.2018 um 4 Uhr morgens an irgendeiner Raststätte auf irgendeiner Autobahn, beklebten unsere Heckscheiben mit großen „PV“s aus Kreppband und waren bereit zur Abfahrt. Das letzte Jahr hat uns gelehrt, dass späteres Losfahren enorm viel Stau und Warterei bedeutet. Somit schienen wir dieses Jahr aus unseren Fehlern gelernt zu haben. Fast. Bis Manu und ich kurz nach Verlassen der Raststätte feststellen durften, dass wir leider unsere Festivalkarten zuhause liegen gelassen haben. Also ging es auf Umwegen in gefühlt das einzige Hotel weit und breit, das mitten in der Nacht seine Rezeption geöffnet hat. Hier druckten wir erneut unsere Karten und waren somit wieder  bereit zur Abfahrt.

Gegen 6 Uhr kamen wir tatsächlich ohne jeglichen Stau an einem der Parkplätze des Geländes an. Jetzt hieß es: Festival-Haushalt auf die Bollerwagen schnallen und ab Richtung Pforten, die um 10 erst öffnen sollten. Eigentlich sollte auch der Parkplatz erst um 8 öffnen, jedoch haben die Organisatoren reagiert und die eintreffende Menge schon vorher auf die Parkplätze verteilt.

Jedoch hieß es vor den Eingängen erstmal: Campingstühle ausklappen und es sich gemütlich machen. Die Schlangen waren schon jetzt ewig lang und es bewegte sich nichts und niemand. Die Party geht schon vor dem Eingang los. Und auch die Tore wurden früher geöffnet (gegen 9 vielleicht?), doch leider sank die Laune, denn alles bewegte sich nur in Millimeter Schritten nach vorne, das Ende schien nicht in Sicht.

Der Einlass beinhaltet den Tausch der Karte gegen ein Bändchen mit Chip, Aushändigen einer Mülltüte, Überprüfen des Personalausweises und Kontrolle des gesamten Hausstandes. Wobei diese eher oberflächlich ausfällt. Trotzdem dauert das Prozedere pro Person extrem lange, somit waren wir erst 3 Stunden später wirklich auf dem Camping Gelände.

Auch hier war wieder warten angesagt. Nach und nach wurden die Flächen des Ackers für neue Gäste freigegeben. Wir wollten an einen ganz bestimmten Platz und haben deswegen quasi freiwillig gewartet bis unser Bereich geöffnet wurde. Somit hatten wir freie Platzwahl.

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Der Campingplatz

Dieses Jahr wurde der Campingplatz in Campsite A und Campsite B aufgeteilt. Dies sollte (dachte ich zumindest) den Sinn haben, die Camper mehr zu verteilen und natürlich mehr zusätzliche Camper aufnehmen zu können. Beide Campingplätze sind mit einem Penny ausgestattet. Campsite A ist näher am Festivalgelände, dafür aber auch teurer. Auch der Penny ist größer. Beide Campsites haben die Möglichkeit schon am Donnerstag auf den vollen DJ-Geschmack an der Penny Bühne zu kommen. Außerdem durfte man erstmals schon Donnerstag einen Teil des offiziellen Festival Gelände betreten. Die Desert Valley. Hier haben jede Menge DJs aufgelegt. Außerdem konnte man jegliche Attraktionen machen, sowie frische Mojitos genießen. Und das alles barfuß im Sand.

Wir hatten extrem viel Glück mit unserem Platz auf dem Acker, da wir all unsere Zelte ohne Probleme um unsere zwei Pavillons und den Grill stellen konnten. Jedoch füllte sich der Platz von Minute zu Minute mehr und schnell war klar: Es gibt nicht ausreichend Platz für alle, die Karten für die Campsite A gekauft haben.

Die Organisation und Aufteilung des Ackers ist wirklich extrem schlecht. Alle, die nach 13 Uhr kamen, haben sich schwer getan einen geeigneten Platz für ihre Gruppe, bzw. überhaupt noch einen Platz zu finden. Rasenflächen an den Zäunen, die als Notwege dienen sollten, wurden mit Zelten belegt. Hier gibt es definitiv Verbesserungspotenzial und das nicht zu wenig. Dazu dann aber mehr in meinem Vergleichs-Post, der bald folgen wird.

Wir waren super zufrieden mit unserem Platz und konnten uns somit nicht beschweren.

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Das Festival

Das Festival beginnt offiziell immer freitags um 14 Uhr. Hier können Tagesbesucher dazu strömen. Faszinierend an Parookaville finde ich persönlich, dass die Veranstalter es wirklich schaffen, einen für ein Wochenende in eine andere Welt (in diesem Falle Stadt) zu entführen. Neben den vielen großen und kleinen Bühnen gibt es Geschäfte, eine Straße voller Street-Food-Stände, eine Post, ein Gefängnis, eine Polizeistation und und und.

Obwohl Elektro nicht unbedingt das ist, was ich tagtäglich auf meiner Fahrt zur Arbeit höre, entsteht eine so krasse Atmosphäre auf diesem Festival, dass man einfach mit in den Bann gezogen wird und absolut ausflippt, wenn die DJs ihre Show abziehen. Die Main-Stage war einfach nur beeindruckend. Sie wurde wohl versehentlich größer gebaut als geplant und war deswegen die weltweit größte Bühne, die es jemals auf einem Festival gab.

Für Hip-Hip und R’n’B-Lover wie mich gibt es die absolut beste Bühne überhaupt: Brainwash. Hier regnet es den lieben langen Tag Schaum aus Waschmaschinen, die Bühne ist winzig und wie in einer Garage. Aber die Stimmung ist ü-b-e-r-r-a-g-e-n-d.

Auch das Essen auf dem Festival Gelände kann sich sehen lassen. Es gibt von Burger über Penne Bolognese bis hin zu McFlurry Eis wirklich alles, was das Herz begehrt. Und es ist super lecker. Bezahlt wird alles in Token. Ein Token ist 3€ wert und kann bei Bedarf in zwei Hälften, also 2×1,50€ geteilt werden. Ein Bier kostet 1 Token, Nudeln 1,5 Token, ein Burger 2-2,5 Token und ein Vodka Redbull z.B. 2 Token. Ich finde die Preise wirklich extrem fair. Man bekommt immer hochwertige „Markenprodukte“ und gutes Essen. Übrigens sind die Penny Preise 1:1 die Preise wie im Penny bei euch um die Ecke.

Da wir unfassbares Glück mit dem Wetter hatten, konnten wir wirklich das gesamte Wochenende bei purem Sonnenschein und traumhaften Temperaturen genießen.

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Der Comfort-Faktor

Die meisten Fragen, die immer von meinem Freundeskreis (insbesondere dem weiblichen) kommen sind: wie hältst du es im Zelt aus, kann man überhaupt schlafen, wie duscht man sich, wie ist die Toilettensitutation?
Deswegen kommt hier die nackte Wahrheit über den Parookaville-Alltag eines Campers.

Also das Schlafen im Zelt ist mit dem richtigen Equipment (Achtung persönliche Meinung!) absolut erträglich. Man braucht unbedingt einen guten Schlafsack und eine gute Luftmatratze und schon hat man die halbe Miete.

Die Sanitäranlagen sind für ein Festival ebenfalls völlig in Ordnung. Die Toiletten haben eine ganz normale Spülung und auch die Duschen sind erträglich. Natürlich zieht man FlipFlops an und geht auf die Sanitäranlagen nicht barfuß. So sauber ist es dann doch nicht.
Was man außerdem feststellt ist, dass ziemlich viele Menschen einen ähnlichen Verdauungszyklus haben, womit morgens die Toiletten Schlagen lang sein können, was auch damit zusammenhängt, dass einige Toiletten verstopft sind… Die Toiletten werden aber regelmäßig „gewartet“ und gesäubert. Wenn man also den richtigen Moment erwischt (und die Zeiten sind täglich gleich) stößt man auf eine frisch gesäuberte Toilette. Die Duschen sind leider noch immer zu wenige gewesen, sodass man eigentlich den ganzen Vormittag relativ lange Wartezeiten hatte. Auch hier fiel gerne mal das Wasser aus. Es war aber meisten nach 2-3 Minuten wieder da. Duschen außerhalb der Happy Hour kostet einen Token. Innerhalb der Happy Hour einen halben.

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Mein Fazit

Ich LIEBE Parookaville. Es gibt mit Sicherheit noch extrem viel zu verbessern, insbesondere was die Anreise- und Einlasssituation angeht. Aber die Atmosphäre auf dem Festival, wie auch auf dem Campingplatz sind einfach unschlagbar. Man bekommt die Möglichkeit wirklich mal ein paar Tage komplett vom Alltag abzuschalten und in eine andere Welt einzutauchen. Die Feuerwerke, die Lichtershows, die renommierten DJs und die Qualität der Illusion, die dort geschaffen wird, sind ihren Preis wert.

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Ich hoffe, die Bilder schaffen es ein wenig von dem wirklich verrückten Wochenende widerzuspiegeln.

Morgen heißt es für mich wieder: ab nach Charleville-Mézières, Frankreich. Deswegen muss jetzt dringend gepackt und alles vorbereitet werden.

Hab einen tollen Sonntag, ihr Lieben!

Brina
xx

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