Krabi, Thailand – some people walk in the rain, others just get wet.

09.10.2017

Im August 2015 hat es uns nach Thailand verschlagen. Unser erster gemeinsamer, großer Urlaub. Aufregend, oder nicht?
Zuerst stand der Besuch im Reisebüro meines Vertrauens an. Eigentlich buchen wir keine Pauschalreisen, aber da wir nicht wirklich wussten, wann wir wohin können und wollen, wollten wir uns erstmal Inspiration einholen.
Und so schnell kann’s gehen: wir wollten im August fliegen, da ich gerade mein Studium beendet hatte und Manu im September einen neuen Job anfing. Das Angebot für Krabi in Thailand an der Süd-West Küste war super. Also buchten wir.

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Drei Wochen Sommer, Sonne, Strand und Meer. Waaaaahnsinn!
Übrigens haben wir uns zwei Tage vor Abreise noch unsere erste gemeinsame Wohnung angeguckt, am nächsten Tag den Mietvertrag unterschrieben und eine Woche nach Rückkehr sind wir eingezogen. Ein klein wenig Stress war also vorprogrammiert.

Anfang August flogen wir mit Emirates von Düsseldorf nach Dubai, von Dubai nach Bangkok und von Bangkok nach Krabi.
Der Urlaub startete mehr als grandios, denn: beim Boarding in Dubai für den Flug nach Bangkok piepte das Gerät ganz aufgeregt, als der Flugbegleiter meinen QR-Code über den Scanner zog. Und was war? Manu und ich bekamen ein gratis Upgrade für die Business-Class im A380.
Der Urlaub hätte nicht schönger beginnen können! Nach ca. 24 Stunden Reisezeit kamen wir mit einem Abholservice von TUI in unserem Hotel Phra Nang Inn an.

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Das Hotel befindet sich direkt am Strand von Ao Nang, von wo aus man wunderbar zu allen vorgelagerten Inseln und Buchten mit dem Boot kommt. Das Hotel ist wirklich zu empfehlen. Die Frühstücksterrasse ist nur durch eine sehr schmale Strasse vom Strand entfernt, die Zimmer waren sauber und während wir dort waren, wurde ein (soweit ich weiß) neues Gebäude gebaut. Somit dürften die Zimmer noch schöner geworden sein.
Bei bedecktem Himmel machten wir uns am ersten Tag direkt auf den Weg zu unserem ersten Abenteuer.
Trotz des Abratens unserer TUI-Betreuerin einen Roller zu mieten (es sei total gefährlich und man käme quasi nie lebend aus der Sache und sollte lieber direkt Touren mit ihr buchen), haben wir uns einen Roller für ca. 3€ am Tag gemietet. Der Verkehr ist total entspannt, das Strassennetz ist nicht allzu kompliziert und Manu ein guter Fahrer, von daher waren wir entspannt.

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Wie fuhren ca. 45 Minuten zu einem Nationalpark. 1246 Stufen zum wohl größten Buddha in der näheren Umgebung brachten uns dazu gefühlt 23 Liter Wasser auszuschwitzen. Aber es hat sich gelohnt! Der Blick war der absolute Wahnsinn, der Buddha gigantisch und unser Gefühl einfach nur toll.
Außerdem konnte man in dem Park durch kleine Regenwälder laufen, in denen sich Mönche in bescheidenen Häuschen niedergelassen haben.
Wer so tierbegeistert ist wie ich, darf sich die Affen, die dort frei rumlaufen, nicht entgehen lassen. Manu wurde liebevoll in den Nacken gepinkelt und Chipstüten und sonstiges Essbares sollten lieber weg gepackt werden, sonst droht ein Massenangriff.

Um den Post nicht zu sprengen, fasse ich mich nun etwas kürzer:
Die ersten 6 Tage hatten wir quasi durchgehend sogenannten „Weltuntergangsregen“. Es hat ohne Pause 15 Stunden durchgeregnet. Du bist mit Regengeräusch eingeschlafen und mit demselben Geräusch wieder aufgewacht. Wir lagen tagelang im Bett und haben uns Reportagen und Dokumentationen auf dem iPad reingepfiffen. Zwischendurch war essen angesagt. Wir waren mehr als deprimiert, haben uns angezickt und uns selber gedroht, dass wir alles stehen und liegen lassen und in einen anderen Ort fahren, damit wir endlich Sonne haben. Als wir tatsächlich abhauen wollten, kam natürlich die Sonne raus. ENDLICH. Wir konnten unser Glück nicht fassen.
Und ja, wir wissen, dass August nicht die allerbeste Reisezeit für Thailand ist. Aber Regenzeit bedeutet nicht unbedingt 15 Stunden Regen am Stück. Sondern eher 3 Stunden Weltuntergangsstimmung und dann wieder Sonne. Und das alles öfter als in der Nicht-Regenzeit. Aber das war echt zu viel des Guten.

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Jedenfalls ging dann endlich unser Urlaub los. Wir fuhren so gut wie jeden Tag mit einem der Boote von Ao Nang Beach zu einer Bucht (z.B. Railay Beach – wunderschön!!) oder zu Chicken Island (ja, kein Scherz) oder wir haben eine Tour zu den berühmten Phi Phi Islands gemacht.
Ich kann euch sagen: alles hat seinen Charme. Alles, wirklich alles, ist wunderschön. Von daher kann ich euch nicht sagen, welcher der Plätze der schönste war.
Fakt ist nur, dass geführte Touren für Leute wie Manu und mich der blanke Horror sind. Ich wünschte, wir hätten die Tour zu den Phi Phi Islands irgendwie alleine machen können (ja, hätte man mit einem Privatboot, aber es wäre echt teuer geworden), dann hätte man das ganze mehr genießen können und wäre nicht an Zeiten gebunden gewesen etc.

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Aber es ist wie es ist. Wir waren z.B. am Strand von „The Beach“, Maya Bay. Man möchte direkt dort bleiben und nie wieder umkehren.
Ein absolutes Highlight war eine Rollerfahrt zu einem anderen Nationalpark mit Wasserfällen und Wanderwegen. 40km waren für uns kein Problem. – dachten wir.
Schlau wie wir sind, haben wir im Hotel die Route bereits auf unserem Handy geladen, sodass wir GPS nutzen konnten, um zum Ziel zu kommen.
Leider ist es in Thailand so, dass mehrere Orte gerne mal denselben Namen haben. Das ahnten wir nicht, sind munter drauf los gefahren und haben uns leicht gewundert, dass der erwartete Nationalpark leider nicht aufzufinden war. Mittlerweile befanden wir uns im Nirgendwo, abseits vom Tourismus oder Ähnlichem und trafen somit auch auf niemanden, der englisch sprach.
Zum Glück sind die Thais so wahnsinnig herzliche Menschen, dass sie uns während eines erneuten Regenschauers unter ihren Pavillon zogen und uns Essen und Trinken anboten. Sie verstanden nach viel Körperakrobatik und Karten-Gewurschtel nach einer gewissen Zeit, wo wir eigentlich hinwollten. Ein kleines „oh“ machte uns deutlich, dass wir nicht mal ansatzweise in der Nähe des Nationalsparks waren und auch nicht so schnell nach Hause kämen. Abgesehen davon gab es in diesem einem Haus dort am Strassenrand natürlich kein WLAN und somit auch keinen Routenplan für uns.
Also wurde jemand herantelefoniert, der einigermaßen englisch sprach und uns den Weg zurück erklären konnte. Währenddessen wurden uns Rauschmittel-ähnliche Pflanzen zum Verzehr, Shots zum Aufwärmen und Essen zum sättigen angeboten.
Letztendlich fanden wir den Weg nach Hause, sind 80km in die falsche Richtung gefahren und waren einfach nur dankbar diese wundervollen Menschen kennengelernt zu haben.
In Ao Nang ist alles sehr touristisch und oberflächlich und jeder Thai möchte natürlich nur Geschäft mit dir machen. Auch wenn wir an den Tag nichts weiter unternommen haben und nicht im Nationalpark ankamen, war es einer der schönsten Tage. So viel Herzlichkeit und Selbstlosigkeit haben wir sonst in den Urlaub nicht mehr erlebt.

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Zum Glück schafften wir es an einem anderen Tag in den Nationalpark und durften die Wasserfälle bestaunen.
In Ao Nang selbst können wir die Boogie Bar sehr empfehlen. Jeden Abend spielt eine Band Live-Musik, es gibt Sonderangebote für Bier und für die Cocktailliebhaber eine große, schmackhafte Auswahl.

Generell ist zu Krabi zu sagen, dass man unfassbar viel (auf eigene Faust) unternehmen kann und alle Orte einfach wahnsinnig schön sind.
Wenn ihr Fragen habt oder mehr Details zu unseren Ausflügen haben wollt, schreibt einfach einem Kommentar. Dann kommen entweder Antworten oder direkt weitere Blogposts.

 

Manu & Sabrina

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