Death Valley & San Francisco – from hot to cold.

06.10.2018

Jetzt sind wir schon eine Woche zurück aus den USA und ich kann euch sagen: der Jetlag hat uns voll und ganz im Griff. Das ist aber gar nicht so schlimm, denn wir waren total produktiv und haben die Nacht zum Tag gemacht. Die ToDo-Liste ist lang und wartet auf ihre Abarbeitung! Somit musste der Blogpost über Death Valley und San Francisco erst einmal warten.
Deswegen saß ich jede Nacht bis 2 Uhr am Laptop und habe fleißig das Mexico Video zu Ende gestellt! Es war so viel Arbeit, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Aber es hat sich gelohnt und ihr könnt es euch hier angucken.

Nun geht es aber los, also seid gespannt, wie wir unsere vier Nächte im Death Valley und in San Francisco verbracht haben.

Death Valley

Nachdem wir in Las Vegas all unser Geld verzockt hatten, wollten wir es langsam angehen lassen und sind weiter Richtung Death Valley gefahren. Das war die absolut kürzeste Strecke auf der ganzen Reise für uns – bevor es dann nach San Francisco ging -, trotzdem aber war sie suuuper spannend!

Wir haben uns über Airbnb einen Camper, also einen Wohnwagen, in Pahrump, nur zwei Stunden von Vegas, geliehen. Das war wirklich eine absolut neue Erfahrung. Direkt im Death Valley konnte man mit Airbnb leider nicht übernachten, weswegen Pahrump eine gute Möglichkeit für uns war. Außerdem ist Pahrump die nächst größere Stadt im Umkreis von Death Valley. 

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Nach endlos langen gerade Straßen, an einer großen Marihuana Plantage und einem Gefängnis vorbei (mit dem netten Hinweis, dass Tramper mitnehmen verboten sei), sind wir irgendwann im heißen Death Valley angekommen. Die Temperaturen sind bis auf über 40 Grad gestiegen, es war kaum windig, aber die Aussichten waren atemberaubend. 

Death Valley ist ein National Park, der einfach mit dem Auto durchfahren werden kann. Es gibt verschiedenste Aussichtspunkte und Routen, die sich über eine Fläche von mehr als 13.000km² erstrecken. Wenn man lustig ist, kann man an den unterschiedlichen Punkten sein Zelt aufschlagen. Das ist allerdings während der Sommermonate absolut nicht zu empfehlen. 

Wir waren demnach mit unserem Camper ganz glücklich, der irgendwo im Nirgendwo auf dem Privatgrundstück eines Pärchens steht. Er war simpel, aber hatte alles, was man so brauchte. Und es war mal etwas ganz anderes. Wir würden es immer wieder machen 🙂

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Da wir nur einen Tag in Death Valley eingeplant haben, haben wir drei Punkte mitgenommen: wir sind gestartet am Zabriskie Point, sind den Artist’s Drive gefahren (Highlight) und waren am berühmten Badwater. Es gibt SO viel mehr zu sehen und eigentlich könnte man allein schon eine Woche in dem Park verbringen, um auch nur annähernd alles mitzunehmen. Wir wollten uns eigentlich auf der Weiterfahrt nach San Fran noch Scotty’s Castle angucken. Das ist aber leider (kaum zu glauben) so heftig überschwemmt worden, dass es vermutlich erst 2019/2020 wieder für Besichtigungen geöffnet sein wird.

Das Death Valley ist natürlich aufgrund der Witterungsverhältnisse sehr trocken. Und ich bin auch der Meinung, dass die Bilder gar nicht richtig zeigen können, wie eindrucksvoll dieser National Park ist. Ich hoffe, dass im Video die Punkte noch etwas besser zur Geltung kommen werden. Besonders der Artist’s Drive, eine Straße mitten durch die Felsformationen, die sich über die Zeit bunt verfärbt haben, wird dieses Kunstwerk von Mutter Natur besser aufzeigen.

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Auf dem Weg nach San Fran sind wir dann noch an Dünen vorbei gekommen. Die konnten wir uns nicht entgehen lassen, weil sie wie aus dem Nichts da waren. Man fühlte sich kurz nach Abu Dhabi versetzt. Es war echt richtig cool (mit absolut heißen Temperaturen natürlich)!

Die Fahrt nach San Francisco

Ok, jetzt folgt eines der absoluten Highlights unserer Reise. Die Fahrt von Death Valley nach San Francisco. Kurzer Spoiler-Alarm: wir waren 13 Stunden unterwegs. Nochmal kurzer Spoiler: es hat sich sowas von gelohnt! 

Bei 40 Grad Starttemperatur sind die Temperaturen mit den hinter uns gelassenen Kilometern gesunken und zwar auf bis -1 Grad. Wir haben an einem Tag Dünen, Regen, Sonne und Schnee gesehen. Wir waren auf über 9000 Feet (über 2700m) und hatten Eiseskälte. Sowas habe ich noch nie erlebt. So unfassbar schöne Fleckchen Erde habe ich selten gesehen. Wir waren in Dörfern, die original aus einem amerikanischen Western stammen könnten. Wir sind Serpentinen gefahren, haben reißende Flüsse gesehen und waren einfach nur baff!

Ganz bewusst haben wir uns für die längere Strecke entschieden, die uns am Yosemite Nationalpark vorbei über den Sonora Pass geführt hat. Falls jemand vor haben sollte diese Strecke zu fahren: der kürzere und mindestens genau so schöne Weg führt über den Tioga Pass, der aber meist bis Ende Mai aufgrund von Schnee gesperrt ist. Das muss unbedingt vorher geprüft werden, da man sich eine Menge Umweg sparen kann.

Die Eindrücke davon werdet ihr über unser Video erhalten, das hoffentlich in ein paar Wochen online geht.

San Francisco

In San Fran haben wir zwei Nächte verbracht. Auch wenn alle durchweg positiv von San Fran berichten, können auch wir nichts schlechtes sagen. Trotzdem haben uns alle anderen Stopps auf unserer Reise besser gefallen. Vielleicht lag es am Wetter, vielleicht aber auch daran, dass alle anderen Orte einfach so verzaubernd waren. 

Wir haben uns natürlich die Golden Gate Bridge nicht entgehen lassen und auch alle anderen Klassiker, wie die Market Street, das alte unfassbar tolle Cable Car und die Lombard Street (die pure Definition einer Serpentine). Außerdem sind wir alle Piers abgelaufen, was echt wahnsinnig weitläufig war. Aber die 17km Laufen an dem Tag haben sich ausgezahlt. Wir konnten die Stadt erkunden und haben in einem der schönsten Cafés überhaupt gefrühstückt. Das Reveille Café! Es ist – wie so ziemlich alles in Kalifornien – nicht gerade günstig, aber das Angebot ist toll und gesund und der Matcha-Latte absolut empfehlenswert!

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Was uns stark in San Francisco erschrocken hat, waren die vielen Obdachlosen, die wirklich alle in einem furchtbaren körperlichen Zustand sind. Früh morgens wollten wir die Innenstadt erkunden und sind die 3rd Street unwissend Richtung Zentrum hochgelaufen, wobei uns wahnsinnig viele ‚Homeless‘ auf der Straße entgegen kamen. Ein Bekannter von Manu hat es mit ‚The Walking Dead‘ verglichen.

So witzig das auch klingen mag, es war leider wirklich so und das war einfach nur traurig mit anzusehen. Vor allem, weil San Francisco ansonsten so bedacht auf das Image der Stadt ist und viel Geld in die Hand genommen wird, scheitert es scheinbar an dem Wohl der Menschen. Mieten werden zu teuer und Leute, die mal ein stink normales Leben geführt haben, müssen plötzlich auf der Straße leben und haben keine Krankenversicherung. Dementsprechend ist ihr Zustand. Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in den USA kein System, das einen auffängt. Und genau dieses Problem zeigt die so schöne Stadt leider auf. Sehr schade.

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Wir hätten gerne noch ein paar Tage mehr in SF verbracht, aber dafür blieb auf unserem gut durch getaktetem Trip leider keine Zeit. Auch hat das Wetter uns einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht. Es ist immer ziemlich windig und dann war es zeitweise recht kühl, da die Sonne hinter den Wolken eine Pause eingelegt hat.

Mit am beeindruckendsten in San Francisco fanden wir die unfassbar steilen Straßen und die damit verbundenen Höhenmeter, die man gezwungenermaßen zurück legt.

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Außerdem haben wir einen Abstecher nach China gemacht! Naja, nicht so wirklich, aber es fühlte sich zumindest so an, als wir das Tor zu China Town passierten. Wir haben es uns nicht entgehen lassen eine Wan Tan Suppe in einem kleinen original chinesischem Lokal zu schlürfen. San Francisco ist einfach riesig und ich bin mir sicher, dass es noch sooo viel mehr zu erkunden gibt. Aber einen Vorteil hat es, dass wir nicht alles gesehen haben: es gibt immer einen Grund zurück zu kommen.

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Ich kann euch sagen, dass wir leider viel zu wenig Zeit hatten für die Strecken und die Städte. Ich kann jedem nur empfehlen zwei Wochen in den National Parks, wie Yosemite, Death Valley, Valley of Fire, Mammoth Lakes und was es nicht alles noch gibt, zu verbringen.

Nach San Francisco ging es aber endlich Richtung Sonne! Wir fuhren weiter Richtung Santa Barbara und dann zu meiner alten Wahlheimat San Diego! Alles zu den zwei Sonnenstädten am Meer gibt es dann im nächsten Post.

Nun wird die Sonne genossen. – ich kann immer noch nicht glauben, dass das Wetter im kalten Deutschland so traumhaft schön ist!

Habt versonnten Sonntag Abend ihr Lieben!

Brina
xx

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